V.l.n.r.: Stephan Krome (KMW-Vorstand), Nino Haase (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz), Dr. Oliver Malerius (KMW-Vorstand), Michael Ebling (Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima, RLP), Prof. Dr. Hannes Kopf (Präsident der SGD Süd), Daniel Gahr (Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG).
Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) hat am 20.07.2026 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Motorenkraftwerk der KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG) auf der Ingelheimer Aue erteilt. Damit ist der Weg frei für den Bau der Anlage, die die Notstromversorgung des Rechenzentrums Green Rocks sicherstellt und zur Stabilität des deutschen Stromnetzes beiträgt. Die Fertigstellung ist für Dezember 2027 geplant.
Bei einem gemeinsamen Besuch des Rechenzentrums Green Rocks haben der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima, Michael Ebling, und der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Prof. Dr. Hannes Kopf, den Genehmigungsbescheid heute offiziell übergeben.
„Das Motorenkraftwerk ist Teil unserer Standortstrategie: digitale Infrastruktur, Fernwärme aus Abwärme plus Versorgungssicherheit“, erläutert Nino Haase, KMW-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz. „Mit der Genehmigung kann die KMW nun konsequent ihren Weg weitergehen und das nachhaltige Rechenzentrum mit der Netzersatzanlage realisieren. Vom Rechenzentrum profitieren die Bürgerinnen und Bürger durch die Nutzung der Abwärme, zugleich werden Arbeitsplätze bei der KMW langfristig gesichert. Die Stadt Mainz forciert die Transformation – Energiegewinnung, Digitalisierung und Klimaschutz wirken zusammen.“
Minister Michael Ebling betont die überregionale Bedeutung: „Rheinland-Pfalz braucht moderne, flexible und wasserstofffähige Kraftwerke, um die Versorgungssicherheit im Land und darüber hinaus zu gewährleisten. Das Motorenkraftwerk in Mainz ist genau eine solche Anlage. Sie ersetzt dieselbetriebene Notstromtechnik durch eine Lösung, die von Beginn an auf Dekarbonisierung ausgelegt ist. So geht Energiewende in der Praxis für unsere Unternehmen in Rheinland-Pfalz.“
„Mit dem Bau unseres H2-ready Motorenkraftwerks setzen wir unsere Strategie konsequent um. Das Kraftwerk wird zusammen mit den bestehenden Anlagen sowohl den Notstrom für unser Rechenzentrum liefern als auch komplementär zu der erneuerbaren Erzeugung die Versorgungssicherheit in Deutschland stützen“, sagt KMW-Vorstand Dr. Oliver Malerius. „Genau das ist unsere Aufgabe als KMW und wir werden somit unserer Strategie gerecht.“
Stv. KMW-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Gert-Uwe Mende ergänzt: „Wiesbaden und Mainz tragen über die KMW gemeinsam Verantwortung für eine sichere, verlässliche Energieversorgung. Diese Genehmigung ist eine gute Nachricht für die ganze Region. Sie zeigt, dass langfristige Planung und Transformation zusammengehen können.“
Das Motorenkraftwerk besteht aus zwölf einzelnen Gasmotoren mit einer Gesamtleistung von 54 Megawatt. Es liefert die Notstromversorgung für das im Bau befindliche Rechenzentrum Green Rocks und speist an rund 2.000 Stunden im Jahr Strom in das deutsche Verbundnetz ein. Die Anlage ist ab Inbetriebnahme auf Wasserstoffbetrieb umrüstbar: KMW ist Gründungspartner des regionalen Wasserstoffnetzes Rh₂ein-Main Connect.
