NEUES BLOCKHEIZKRAFTWERK AUF DER INGELHEIMER AUE

AUF DER INGELHEIMER AUE WIRD DIE ERZEUGUNG VON WÄRME künftig eine stärkere Rolle spielen als bisher: Ein neues mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk wird am KMW-Standort nicht nur Strom erzeugen, sondern mittelfristig bei der Sicherung und dem Ausbau der Strom- und Fernwärmeversorgung in der Region einen wichtigen Beitrag leisten.

Der KMW-Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Eigenmann und der KMW-Vorstand Stephan Krome haben am 16. Dezember 2016 in Mainz mit Melle Kruisdijk und Frank Kettig vom Generalunternehmer Wärtsilä Energy Solutions aus Finnland den entsprechenden Liefervertrag und mit Thomas Becker, Geschäftsführer der Wärtsilä Deutschland GmbH, den dazugehörigen Wartungsvertrag zum Bau eines großen Blockheizkraftwerks unterzeichnet. Die Anlage soll 2018 in Betrieb gehen.

Im November 2016 hatte die zuständige Genehmigungsbehörde SGD Süd der KMW die zum Bau der Anlage notwendige Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) erteilt. Genehmigungsrechtlich steht dem Projekt damit nichts mehr im Wege. Auch die Gremien der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG hatten zuvor grünes Licht gegeben: Sowohl der Aufsichtsrat wie auch die beiden KMW-Aktionäre Mainzer Stadtwerke AG und ESWE Versorgungs AG befürworteten den Neubau eines Blockheizkraftwerks und den zusätzlichen Bau eines Fernwärmespeichers auf dem KMW-Gelände.

DIE NEUE  ANLAGE WIRD ZEHN MOTOREN UMFASSEN.  Die Gesamtleistung liegt bei 100 Megawatt, die Investitionssumme liegt bei rund 100 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das bestehende GuD-Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue hat eine Leistung von mehr als 400 MW. 

VORTEILE DES GEPLANTEN BLOCKHEIZKRAFTWERKS: Es nutzt mit über 85 Prozent die Energie des Brennstoffes Erdgases noch besser aus als das ohnehin schon effiziente Mainzer GuD-Kraftwerk. Die Motoren können zudem wesentlich schneller an- und abgefahren werden, das geht innerhalb weniger Minuten. Das Blockheizkraftwerk benötigt bei gleicher Fernwärmeerzeugung deutlich weniger Brennstoffeinsatz und schont damit die Umwelt.

KOMBINATION MIT WÄRMESPEICHER MÖGLICH

Zusätzlich zu einem neuen Blockheizkraftwerk hat die KMW AG auch über den Neubau eines Wärmespeichers auf dem Kraftwerksgelände auf den Weg gebracht. Dabei handelt es sich um eine Anlage, in der die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme genutzt wird, um Wasser in einem oder mehreren großen gedämmten Spezialbehältern zu erhitzen. Das heiße Wasser kann in derartigen Anlagen über Stunden und Tage gespeichert und später ins Fernwärmenetz abgegeben werden, wenn sie benötigt wird. Dadurch würde die Stromerzeugung im GuD-Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue oder im Blockheizkraftwerk zeitlich weiter vom Fernwärmebedarf entkoppelt. Der Fernwärmespeicher soll ab Ende 2018 einsatzbereit sein. Hier ist noch keine Entscheidung gefallen, welcher Lieferant den Zuschlag erhält.

 

 

BROSCHÜRE BHKW
BHKW_Broschuere_2016.pdf

 

 

 

Verträge für neues Blockheizkraftwerk unterzeichnet

Am 16. Dezember bei der Vertragsunterzeichnung in Mainz (v.l.n.r.): Frank Kettig, Thomas Becker, Melle Kruisdijk (alle Wärtsilä) sowie Dr. Lars Eigenmann und Stephan Krome (KMW AG). Foto: KMW AG