Der neue Fernwärmespeicher wächst in die Höhe

Die beiden Oberbürgermeister von Mainz und Wiesbaden, Michael Ebling und Sven Gerich, informierten sich zusammen mit dem KMW-Vorstand und den KMW-Aufsichtsratsmitgliedern sowie Medienvertretern über den Stand der Arbeiten am neuen Fernwärmespeicher.

Blick auf die Fernwärmespeicher-Baustelle im Juli 2018. Gut zu erkennen ist einer der riesigen Speicherbehälter.

Tag der Daseinsvorsorge: Die Oberbürgermeister von Mainz und Wiesbaden, Michael Ebling und Sven Gerich, informierten mit den KMW-Vorständen über den Stand der Arbeiten

 

MAINZ. 2017 hat der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) erstmals den Tag der Daseinsvorsorge ins Leben gerufen. Bundesweit nutzten Dutzende kommunale Unternehmen diese Möglichkeit, um die Bedeutung ihrer Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. In Mainz stand vor einem Jahr das Thema Trinkwasserversorgung im Mittelpunkt der Aktion. In diesem Jahr ist als Tag der Daseinsvorsorge der morgige Samstag, 23. Juni, gewählt worden. Thema im Jahr 2018: die unverzichtbare Versorgung der Menschen mit Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. Auf der Ingelheimer Aue entstehen auf dem Gelände der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG aktuell zwei innovative Anlagen, um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit der umweltfreundlichen Fernwärme zu sichern und auszubauen.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, zugleich VKU-Präsident und KMW-Aufsichtsratsvorsitzender, informierte mit seinem Wiesbadener Kollegen Oberbürgermeister Sven Gerich und den KMW-Vorständen Dr. Lars Eigenmann, Jörg Höhler und Stephan Krome die Medien heute über die neue Wärmeplattform, die ein Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro umfasst.

 

Michael Ebling und Sven Gerich machten beim Baustellenrundgang darauf aufmerksam, dass die Wärme- und Stromversorgung der Menschen zweifelsfrei zur Daseinsvorsorge zählt. Da das bestehende Gas- und Dampfturbinenkraftwerk der KMW AG unter anderem wegen der Energiewende und des Preisverfalls an der Strombörse heute deutlich weniger im Einsatz ist als noch vor wenigen Jahren und damit als Haupterzeuger der Fernwärme in Mainz stark an Bedeutung verloren hat, haben sich die Städte und die kommunalen Versorgungsunternehmen links und rechts des Rheins frühzeitig Gedanken gemacht, die wie Versorgung der Bürger mit Fernwärme auch mittel- und langfristig gesichert werden kann. Die Antwort ist die Wärmeplattform, die gerade auf der Ingelheimer Aue entsteht.

 

Diese Wärmeplattform besteht eigentlich aus zwei miteinander verknüpften Projekten: Eine zentrale Rolle spielt zum einen das neue Blockheizkraftwerk, das seit April 2017 auf dem Kraftwerksgelände entsteht. In diesem Kraftwerk werden nach der Inbetriebnahme im Herbst/Winter zehn große Gasmotoren aus dem Brennstoff Erdgas Wärme und Strom produzieren.  Die zweite Komponente dieser Plattform ist eine neue Wärmespeicheranlage. Diese Anlage besteht aus drei Behältern, jeder Behälter ist ca. 43 Meter hoch und hat einen Durchmesser von ca. 12 Meter. Die Speicherkapazität eines Behälters, die später die Funktion von riesigen „Thermoskannen“ übernehmen werden, beträgt rund 250 MWh.

 

Mit Hilfe der Wärmespeicheranlage kann die erzeugte Abwärme aus dem neuen Blockheizkraftwerk energetisch optimal genutzt werden. Die Wärmespeicher sind mit heißem Wasser gefüllt, das die Abwärme des Blockheizkraftwerkes über Stunden und Tage speichern und bei Bedarf ins Fernwärmenetz abgeben kann. Hauptaufgabe der Anlage ist damit die zeitliche Entkopplung der Stromerzeugung des sich im Bau befindlichen Blockheizkraftwerkes und des bereits bestehenden Gas- und Dampfturbinenkraftwerks der KMW vom Fernwärmebedarf. Damit wird der Nutzungsgrad der Stromerzeugungsanlagen der KMW deutlich gesteigert. Der Bau des Wärmespeichers startete im Juli 2017, die Inbetriebnahme ist im Herbst 2018 geplant.

 

Neuer Speicher für die Mainzer Fernwärme

Blick auf die Baustelle im September 2017: Die Arbeiten am neuen Fernwärmespeicher schreiten voran.

Zwei der drei Fundamente für die runden Speicherbehälter sind gut zu erkennen. Das Foto entstand ebenfalls im September 2017.

Diese Animation zeigt, wie der neue Fernwärmespeicher nach der Inbetriebnahme im Herbst 2018 aussehen wird.
23. November 2017: Reger Betrieb auf der Baustelle des neuen Fernwärmespeichers.

 
 

Auf der Ingelheimer Aue soll eine Wärmeplattform für den Großraum Mainz-Wiesbaden entstehen. Deshalb hat sich die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG entschieden, zusätzlich zum geplanten Blockheizkraftwerk eine Wärmespeicheranlage auf dem Werksgelände zu errichten.

Diese Wärmespeicheranlage besteht aus drei Behältern, jeder Behälter ist ca. 43 Meter hoch und hat einen Durchmesser von ca. 12 Meter. Die Speicherkapazität eines Behälters beträgt rund 250 Mwh. Mit Hilfe der Wärmespeicheranlage kann die erzeugte Abwärme aus dem neuen Blockheizkraftwerk energetisch optimal genutzt werden.

Die Wärmespeicher sind mit heißem Wasser gefüllt, das die Abwärme des Blockheizkraftwerkes über Stunden und Tage speichern und bei Bedarf ins Fernwärmenetz abgeben kann. Hauptaufgabe der Anlage ist die zeitliche Entkopplung der Stromerzeugung des sich im Bau befindlichen Blockheizkraftwerkes und des bereits bestehenden GuD-Kraftwerks vom Fernwärmebedarf. Mit dieser Maßnahme wird der Nutzungsgrad der Stromerzeugungsanlagen der KMW deutlich gesteigert.

Die Wärmespeicheranlage wurde im Juli 2017 genehmigt, mit dem Bau der Anlage wurde im selben Monat begonnen.

 

Baufortschritt

September 2017: Seit dem Baubeginn im Juli hat sich viel getan. Mittlerweile wurde das Fundament des Betriebsgebäudes errichtet, sowie die ersten zwei Fundamente der geplanten drei Wärmespeicherbehälter. Das Betriebsgebäude soll noch in diesem Jahr (Ende November) fertiggestellt werden, der erste Wärmespeicher soll im Juli 2018 fertiggestellt werden, der letzte im Oktober 2018.